Nonnosus von Molzbichl

Gedächtnis: 2. September
Der heilige Nonnosus von Molzbichl (auch Nonosius) gilt als der erste namentlich belegbare Heilige Kärntens.
Über das Leben des historischen Nonnosus gibt es nur wenige zeitgenössische Schriftquellen. Er war im 6. Jahrhundert als Diakon in der spätantiken Diözese Teurnia (nahe dem heutigen Spittal an der Drau) tätig. Er wirkte in einer Umbruchszeit, als die römische Provinz Noricum im Übergang zum Frühmittelalter stand. Er wurde in Molzbichl bestattet - was eine 1987 gefundene Grabplatte eindeutig belegt - die älteste datierte christliche Grabinschrift Österreichs.
Seine Reliquien lies Bischof Nitker von Freising im 11. Jahrhundert (zwischen 1039 und 1052) von Kärnten nach Bayern bringen, wie sie bis heute in der Krypta des Freisinger Domes verehrt werden können. Ein kleinerer Teil der Reliquien gelangte im 17. Jahrhundert (um 1660) nach Bamberg und verblieb dort in der ehem. Klosterkirche St. Michael auf dem Michaelsberg.